Tarifvertrag metallindustrie österreich

Am 28. November 2018 legte die aktuelle österreichische Koalitionsregierung (bestehend aus der konservativen ÖVP) und der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei (FPÖ)) einen Gesetzentwurf vor, der die Gesamtkosten des Systems generell senken und “die Zuwanderung von Flüchtlingen in österreichs Sozialversicherungssystem” im Besonderen begrenzen soll. [1] Der Gesetzentwurf der Regierung schlägt eine Reihe von Änderungen vor. Seit dem 1. Jänner 2019 bietet die GPA-djp allen in Österreich tätigen Crowdworkern eine Vollmitgliedschaft für 10 € pro Monat an. Als Mitglieder sind sie berechtigt, Rechtsschutz und Beratung durch Gewerkschaftsexperten in Anspruch zu nehmen. [4] Da Crowdworker für Unternehmen arbeiten, die sich eher als Vermittler denn als Arbeitgeber positionieren, sind sie nicht oder nur am Rande durch das Sozial- und Arbeitsrecht abgedeckt, und es gibt keine Vergütungs- oder Arbeitszeitregelungen, die für sie gelten. Ziel der GPA-djp ist es, Informationen über die Gestaltung und Verbreitung dieser Arbeitsform zu erhalten und den betroffenen Arbeitnehmern die Möglichkeit zu geben, sich untereinander zu vernetzen. Im Allgemeinen bewegen sich die ausgehandelten Lohnerhöhungen in etwa auf dem niveau, das im Herbst 2015 ausgehandelt wurde (z. B. Mindestlohnerhöhungen von 1,5 % in der metallverarbeitenden Industrie und im Einzelhandel und 1,3 % für Beschäftigte im öffentlichen Dienst).

Da die Inflation 2015 jedoch etwas höher war (rund 1 %), stiegen die Reallöhne im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Die Gewerkschaften begannen in diesem Jahr mit dem ungewöhnlichen Schritt, ihre Forderungen öffentlich zu stellen (die normalerweise geheim gehalten werden). Sie forderten eine Lohnerhöhung von 3 %, wobei der Schwerpunkt auf niedrigeren und mittleren Einkommen lag, was auf positive Wirtschaftsprognosen für Produktion und Produktivität in der verarbeitenden Industrie zurückzuführen ist. Die Verhandlungen waren recht langwierig, und nach der dritten erfolglosen Verhandlungsrunde fanden regionale Betriebsratssitzungen statt, in denen über den aktuellen Stand der Verhandlungen informiert wurde. Nach der vierten Verhandlungsrunde, die 16 Stunden dauerte, wurde schließlich am 3. November 2016 eine Einigung erzielt. Seit 2012 werden die Verhandlungen für die sechs Arbeitgeberorganisationen der Metallindustrie getrennt geführt, wobei der Verband der Metalltechnikindustrie (FMTI) die Metalllohnverhandlungen vorantreibt. Die Verhandlungsparteien auf Arbeitnehmerseite sind die Gewerkschaft der Angestellten des privaten Sektors, grafische Arbeiter und Journalisten (GPA-djp) und die Arbeitergewerkschaft (PRO-GE).

Diese Vorschläge sind auf harsche Kritik der parlamentarischen Opposition, zivilgesellschaftlicher Organisationen und Gewerkschaften gestoßen. Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) geht davon aus, dass die Pläne der Regierung die absolute Armut unter bestimmten Bevölkerungsgruppen wie Flüchtlingen und Familien mit vielen Kindern erhöhen und den sozialen Frieden des Landes bedrohen. Dagegen begrüßt die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) die bundesweite Vereinheitlichung des Mindesteinkommens (im Allgemeinen billigt die Kammer alle Anreize zur Förderung der Arbeitsaufnahme). Im großen Einzelhandel wurden im Dezember neue Tarifverträge für die 400.000 Angestellten und 120.000 Arbeiter unterzeichnet, die am 1. Januar 2017 in Kraft treten. Die fünf anderen Teilsektoren der Metallindustrie (Bergbau und Stahl- und Stahl-, Gas- und Heizungsversorgung, Automobil, Gießerei und NE-Metall) haben ihre Verhandlungen innerhalb von 11 Tagen nach dem FMMI-Deal abgeschlossen. Im Herbst beginnen traditionell die jährlichen Tarifrunden in der Metallindustrie. Seit der Tarifrunde im Jahr 2012 haben alle sechs (subsektoralen) Arbeitgebergruppen getrennte Verhandlungen geführt.